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Café Baltic Bar
c/o Annette Hans
Wendenstr. 331
D - 20537 Hamburg
annette@cafebalticbar.com


Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt (Copyright).
Das Urheberrecht liegt, soweit nicht ausdrücklich anders gekennzeichnet, bei den Künstlern oder Café Baltic Bar
Design, Code: Marc Wright Kommunikationsdesign, Hamburg 2011

„Café Baltic Bar“ war zunächst einmal eine Vitrine auf dem S-Bahnhof Altona, die als Ausstellungsraum benutzt wurde. Letztlich aber ist der Name ein Label, ein fiktiver und ein Sehnsuchtsort, das Sansibar aus Alfred Anderschs „Sansibar oder der letzte Grund“. Mit der Ostsee hat das Ganze eigentlich nichts zu tun, obwohl es gerade diese Ostsee ist, die der Klosterschüler überquert und das Meer für Sehnsüchte schon immer gut war.
Insofern werden sich auf dieser Webseite nicht nur Bilder und ggf. Texte zu den zeitlich auf insgesamt 5 Monate begrenzten Ausstellungen in der Vitrine in Altona, sondern auch nach und nach andere Projekte und Materialien finden. Zurzeit ist Café Baltic Bar ins M.1 in Hohenlockstedt eingezogen.

Vitrine:
Auf dem täglich von Unmengen von Menschen frequentierten Bahnsteig Gleis 1 / 2 im S-Bahnhof Hamburg-Altona und von Ströer vermietet steht eine allseitige verglaste Vitrine, die eigentlich als öffentlichkeitswirksames Werbemittel gedacht, schnell wahrnehmbare Inhalte an die Frau oder den Mann bringt. Sieht man davon einmal ab, hat sie aber auch eine große Ähnlichkeit mit Museumsvitrinen. Die Vorzeichen, die Umgebungen und die Intention allerdings sind einander nahezu entgegengesetzt. Diese Vitrine ist ein besonders schönes Exemplar, das meiner Faszination für Vitrinen und Schaufenster und diese komischen halb-öffentlichen Orte, die eine Stadt überall ausbildet, sehr entgegen kommt. Wer nicht Bahn fährt, muss hier z.B. eine ominöse Bahnsteigkarte erwerben. Und, egal, was man hinein tut: Hier hat es keinen Schutzraum, sondern ist eingesperrt. Das finde ich für Kunst eigentlich ganz schön.

„Café Baltic Bar“ lädt für diese Vitrine 5 Künstler ein, jeweils eine Einzelpräsentation zu zeigen und sich dem Bahnsteig, der sonstigen Werbung, den ankommenden und abfahrenden Zügen und natürlich den Menschen auszusetzen. Während in einem Museum, einem Kunstverein oder einer Galerie doch zumeist der Besucher der Kunst ausgesetzt ist, verhält es sich in dieser Vitrine genau umgekehrt. Interessant ist in dem Zusammenhang auch, dass die meisten Menschen, zumindest von Montag bis Freitag, dort jeden Tag stehen und im Zweifelsfall +/- 5 Minuten auf ihre Bahn warten. Und das wiederum kann eine ganz schön lange Betrachtungszeit für eine Arbeit sein, wenn man die Minuten hochrechnet. Und vermutlich sind selbst 5 Minuten, gemessen an den durchschnittlichen Betrachtungszeiten, ziemlich lang.

Die Vitrine wurde gefördert von

Kulturstiftung

Café Baltic Bar im M.1 wird von Mai - August 2014 gefördert von

Ministerium für Justiz Kultur und Europa des Landes Schleswig-Holstein